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Bericht des Südkuriers vom 12. April 2010 zur Bewerbung des Vereinswettbewerbes

 

Viele Helfer im Kampf gegen Krebs

Aasen – Krebs, so hieß vor zwei Jahren die niederschmetternde Diagnose für den damals 17-jährigen Steffen Rothweiler. Das Mitglied im Sport- und Musikverein und der Landjugend Aasen ist an einem Krebs des Lymphsystems erkrankt.

 

Schule war da erst einmal ganz ausgesetzt und während der belastenden Chemotherapie konnte Steffen nur selten mit seinen Kameraden zusammen sein. Als sich abzeichnete, dass möglicherweise nur noch eine Stammzellentransplantation das Leben des Freundes retten könnte, war die Stunde der Vereinskameraden gekommen. Galt es doch, einer Stecknadel im Heuhaufen gleich, den passenden Stammzellenspender für Steffen zu finden.

 

In einer beispielhaften Aktion schlossen sich in Aasen Sport- und Musikverein und Landjugend mit den Heidenhofener Landfrauen zur Vereinsgemeinschaft Freundeskreis „Wir helfen Steffen. . . und anderen“ zusammen, um eine Typisierungsaktion durchzuführen. Fachlich begleitet wurden sie von Steffens Hausärztin Karin Todoroff.

Unter unermüdlichem Einsatz organisierte eine Steuerungsgruppe mit Koordinator Hans-Peter Rolle dazu eine riesige Blutspendeaktion. Nach einer erfolgreichen Werbekampagne mit Pressearbeit, Internetauftritt und Informationsveranstaltungen kamen dazu am 22. März 2009 Ströme von Spendenwilligen in die Aasener Bürgerhalle, Vereinsmitglieder, Freunde, Menschen, die davon gehört hatten und einfach helfen wollten.

 

Über 160 Personen, darunter auch das Todoroff-Praxis-Team, waren als Helfer eingeteilt, um von morgens früh bis tief in die Nacht an vier Computern und zwölf Tischen die Blutabnahmen professionell abzuwickeln. Dabei wurde aus der Sorge um Steffen mit Musikgruppen und Bewirtung ein bewegendes Festival des Helfens. Gleichzeitig lief der Finanzierungsmarathon mit vielen Benefizveranstaltungen. Mussten doch je Blutspende 50 Euro Laborkosten finanziert werden. Auch dabei gab es überwältigende Hilfsbereitschaft. Privatpersonen, Unternehmen und Verbände spendeten Geld, Vereine und Gruppen ihren Erlös aus Konzerten, Festen und Versteigerungen.

Steffen geht es nach der Chemotherapie relativ gut. Er spielt wieder Trompete, geht regelmäßig in die Schule und möchte demnächst Abitur machen. Sollte für ihn aber doch noch eine Stammzellenübertragung nötig werden, stehen aus der Typisierungsaktion drei mögliche Spender zur Verfügung. Die Zusammenarbeit der Vereine in Aasen und Heidenhofen hat die beispielhafte Hilfsaktion möglich gemacht. Gemäß dem Motto „Wir helfen Steffen. . . und anderen“ stehen die in der Uni-Klinik Freiburg dokumentierten Typisierungsdaten weltweit zur Verfügung, um Leben zu retten. Mit den überschüssigen Spendeneinnahmen sollen weitere Typisierungen finanziert werden.